Smilla van Millus

 

 

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My Smiling Suncoat
Großspitze

Zwingername geschützt durch VDH/FCI

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Meine Gedanken über die Zucht und das Ziel:

Die Pläne mit Smilla sahen zunächst so aus:

Abwarten wie sie sich entwickelt und ab und zu auf Ausstellungen gehen!
Aber schon nach kurzer Zeit war mir klar, dass auch ich etwas für den Erhalt dieser wunderbaren Spitz-Varietät tun will. Ich habe viele Kontakte geknüpft, viele Meinungen und Thesen angehört und mir sehr viele Gedanken gemacht. Denn eines ist sicher:
Mir geht es nicht darum, einfach mal Welpen zu haben, sondern es geht mir darum, den Genpool der Großspitze zu erweitern, um die Rasse dadurch aus einer möglichen Inzucht-Depression herauszuführen.

Meine hier aufgeschriebenen Ideen sind sicherlich nicht einfach umsetzbar für eine offizielle Maschinerie, die mit dem Zuchtgeschehen zu tun hat. Aber für den Deutschen Spitz könnten sie für ein gesundes Überleben beitragen.

Was mir sehr wichtig ist:

- Es wird nicht mehr als maximal 3 Würfe mit meinen Zuchthündinnen geben.

Das Thema heißt Zuchtbegrenzung. Besonders bei den Deckrüden sollte eine Beschränkung auf max. 10 Deckakte in ihrem Leben eingeführt werden. Dadurch entsteht so eine Art “Schadensbegrenzung” sollten spätere Erbkrankheiten/Defekte zu Tage kommen, die ein Rüde vererbt hat. Ferner finde ich es außerordentlich wichtig, so viel verschiedene Rüden wie möglich als Deckrüden einzusetzen um so für eine breite Zuchtbasis zu sorgen.

- Zwischen den Würfen werden mind. 2 Jahre liegen.!

Da gehen zwar die Meinungen stark auseinander, aber meine ganz persönliche Meinung ist, dass es eine Hündin verdient hat, erst mal wieder voll zu Kräften zu kommen.

- Meine Spitze sind in aller erster Linie Familienmitglieder und blieben natürlich auch nach dem “Zuchtgeschehen” bei uns bis in ihr hoffentlich hohes Alter.

Welche Gesundheitsuntersuchungen?

Um eine Zuchttauglichkeit zu erreichen, ist für den Großspitz bisher vom Verein für deutsche Spitze (VfdSp) nur eine HD-Röntgung vorgeschrieben. (Ergebnis wird in die Papiere eingetragen)

Da mir das als zu wenig ist, lasse ich zusätzlich eine Untersuchung auf Patellaluxation durchführen. (Ergebnis wird in die Papiere eingetragen)

Ferner lasse ich vor jedem Wurf eine Untersuchung auf erblich bedingte Augenerkrankungen von einem dafür von VDH autorisierten Tierarzt durchführen. (Das Ergebnis wird bei den Welpen im Ahnennachweis vermerkt)

In Zukunft werde ich auch Röntgenbilder von den Ellenbogen anfertigen lassen, um eine Ellenbogendysplasie auszuschließen. (Diese Untersuchung ist vom VfdSp nicht vorgesehen jedoch soll ab 2009 eine offizielle Auswertung der Röntgenbilder möglich sein. Somit wird das Ergebnis auch in die Ahnentafel eingetragen)

Für meinen nächsten Wurf wünsche ich mir einen Deckrüden, der zumindest einige dieser Untersuchungen vorweisen kann.

Wer ist der richtige Partner?

Ich liebe Smillas “Typ” mit der nicht ganz so langen Schnauze und nicht gar so hoch angesetzten Ohren. Auch ihre Größe finde ich sehr gut. Für meinen Geschmack sollte sich die Großspitzzucht nicht immer weiter von der Standardgröße von 46cm (+/- 4cm) entfernen. Warum sollen die Großspitze in der heutigen Zeit immer größer werden, wenn sie es doch früher auch nicht waren? 

Um eine gute und gesunde Zuchtbasis für den Deutschen Großspitz zu erhalten, gibt es meiner Meinung nach folgende Möglichkeiten:

-Ich nehme einen weißen Großspitz, aus einer anderen Linie mit VDH-Papieren (oder FCI-Papieren aus dem Ausland) und lasse durch Frau Dr. Pfeiffer (Uni Kassel) einen DNA-Abgleich durchführen um ganz sicher zu sein, dass keine enge verwandschaft der Gene besteht.

-Ich nehme einen weißen Großspitz aus einer “Versuchsverpaarung” schwarzer Großspitz mit weißem Großspitz. Für eine Verpaarung muss ein Antrag gestellt werden.

-Ich nehme einen weißen Großspitz, dessen Vorfahren vollkommen unbekannt sind, bzw. diese keine vom VDH anerkannten Papiere haben. Dieser Hund müsste natürlich erst einmal in das Register des VfdtSp. eingetragen werden. Da man bei diesen Hunden meistens überhaupt nicht weiß, woher sie stammen, sollte man sich diese Kandidaten ganz besonders genau ansehen, ob sie auch vom Charakter her deutsche Spitze sind. Für eine Verpaarung muss ein Antrag gestellt werden.

-Ich nehme einen weißen Mittelspitz mit ausreichender Größe (aus Farbreinzucht). Dieser Hund sollte natürlich HD-geröngt sein/werden. Für eine Verpaarung muss ein Antrag gestellt werden.

-Ich nehme einen schwarzen Großspitz. Für eine Verpaarung muss ein Antrag gestellt werden.!

-Ich beantrage eine Verpaarung zwischen meiner Großspitzhündin und einem Wolfsspitzrüden.! Eine solche Verpaarung wurde meiner Wissens im VfdSp. Seit vielen Jahren nicht mehr beantragt/genehmigt.

- Und warum sollten nicht auch die reimportierten American Eskimo Dogs (Eskies) unseren Großspitzen zu einer gesunden Zuchtbasis verhelfen? Schließlich wurden diese Tiere nach dem 2. Weltkrieg einfach umbenannt, da man zu dieser Zeit nichts Deutsches mehr haben wollte.

Warum Farbreinzucht?

Es würde die Spitzzucht nicht nur weiter bringen sondern auch ungemein bereichern, wenn man von der Farbreinzucht abkommt, wie ja schon beim Zwergspitz geschehen.
Die Lockerung der Farben könnte so hilfreich sein und trotzdem kann jeder die Farbe seiner Wahl züchten bzw. kaufen. Früher gab es bunte Großspitze, warum heute nicht mehr?

Ich liebe weiße Spitze und werde auch weiterhin weiße Spitze züchten, aber nicht um den Preis der Gesundheit der Tiere. Wenn es also wichtig ist, eine Blutauffrischung durchzuführen, warum dann nicht auf diesem Wege?

Zuchttauglichkeit?

Die Tauglichkeit zur Zucht sollte nicht nur von der Optik auf einer Ausstellung abhängig gemacht werden. Welcher Besitzer lobt denn seinen Spitz ausschließlich aufgrund des Aussehens? Viel entscheidender ist doch der Charakter, der kaum in einem Ring auf einer Ausstellung zu erkennen ist. So ist der Spitz z.B. kein Jäger. Welcher Ringrichter kann das überprüfen, wenn der Hund an der Leine hängt und ohnehin viel zu aufgeregt durch das Geschehen um sich herum ist? Dieser Weg zur Zuchttauglichkeit müsste anders gestaltet werden, damit der Spitz auch ein Spitz bleibt, unabhängig von seiner Farbe.

Die Zukunftsvision:

Ich wünsche mir robuste und gesunde Großspitze in der handlichen Größe zwischen 40 und 50 cm. Hunde, die lustig und vergnügt sind, Spaß und Freude am Leben und ihrer Familie haben, ihren Aufgaben und Pflichten als Wächter nachkommen, trotzdem freundliche Hunde sind und mitten im Leben stehen und nicht am Rande.

Der Spitz ist ein wunderbarer Freund, der es verdient hat, auch weiterhin Menschen an seiner Seite zu haben, die ihn zu schätzen wissen und ihn um seiner selbst Willen unterstützen.
Ich möchte dazu gehören!!!

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